Der Klügere gibt nach.

Nachgeben ist hier das Vernünftigere.

Was es bedeutet

In einem Streit ist es das Klügere, nachzugeben, statt ihn um jeden Preis zu gewinnen. Der Satz deutet das Einlenken nicht als Schwäche, sondern als Überlegenheit — wer aufhört, spart Kraft und behält die Übersicht. Ironisch wird er auch gebraucht, wenn beide Seiten sich für die Klügere halten und deshalb niemand nachgibt. Wichtig ist die Abgrenzung zum bloßen Klein-Beigeben: Gemeint ist ein bewusstes Nachgeben aus Überlegenheit, nicht aus Angst vor dem Konflikt.

Beispielsätze

  • „Ich lasse ihm den letzten Satz, das ist es mir nicht wert: Der Klügere gibt nach.“
  • „Statt weiter zu diskutieren, hat sie das Thema fallen lassen — der Klügere gibt nach.“
  • „Wenn beide finden, der Klügere gibt nach, geht der Streit nie zu Ende.“
  • „Er hätte weiterstreiten können, hat es aber gelassen — der Klügere gibt nach.“

Wann es passt — und wann nicht

Über das eigene Nachgeben gesagt wirkt der Satz souverän. Zu einem anderen gesagt („Sei du der Klügere“) kann er wie eine Belehrung klingen.

Ähnliche Wendungen

  • Lass die Kirche im Dorf.
  • Es ist nicht jeder Streit es wert.

Diese Wendung gehört zum Set „Mit Spott und Selbstironie“. Lerne sie zusammen mit den übrigen Karten kostenlos.

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