Bauernregeln · Level 1

Frühjahr

Bauernregeln sind Sprichwörter mit Datum: Sie binden eine Wetterbeobachtung an einen Tag im Kalender und geben eine Prognose ab. Die Frühjahrsregeln sind die bekanntesten, weil auf ihnen die ganze Gartensaison steht – die Eisheiligen im Mai entscheiden bis heute, wann Tomaten ins Freie dürfen.

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So lernst du dieses Set

Lerne diese Karten am besten entlang des Kalenders statt in beliebiger Reihenfolge, und merke dir zu jeder das Datum mit. Ohne den Tag ist eine Bauernregel nur ein hübscher Reim.

Alle 12 Karteikarten

Frage und Antwort tauschen
Ein kühler, nasser Mai tut der Ernte gut.

Mai kühl und nass, füllt dem Bauern Scheun' und Fass.

„Der Mai war verregnet – Mai kühl und nass, füllt dem Bauern Scheun' und Fass.“

Die kalten Tage Mitte Mai können alles zerstören.

Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.

„Die Tomaten kommen erst nach dem 15. Mai raus: Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.“

Gewitter Anfang März: Der Winter bleibt noch eine Weile.

Wenn's donnert um die Kunigund, treibt's der Winter noch lange bunt.

„Anfang März hat es gedonnert – wenn's donnert um die Kunigund, treibt's der Winter noch lange bunt.“

Ein grüner Winter bringt keinen guten Frühling.

Grüne Weihnachten, weiße Ostern.

„Kein Schnee im Dezember? Grüne Weihnachten, weiße Ostern.“

Der März entscheidet über das Gartenjahr.

Märzenstaub bringt Gras und Laub.

„Trocken im März ist gut fürs Feld: Märzenstaub bringt Gras und Laub.“

Ein nasser April verspricht eine gute Ernte.

April kalt und nass, füllt Scheuer und Fass.

„Der April war grässlich und die Ernte gut – April kalt und nass, füllt Scheuer und Fass.“

Frost am 22. Februar kündigt vierzehn weitere Frostnächte an.

Wenn's friert auf Petri Stuhlfeier, friert's noch vierzehnmal heuer.

„Am 22. Februar hat es gefroren – wenn's friert auf Petri Stuhlfeier, friert's noch vierzehnmal heuer.“

Der April ist unbeständig, der Mai ruhiger.

Der April kann rasen. Nur der Mai hält Maßen.

„Erst Hagel, dann 20 Grad – der April kann rasen. Nur der Mai hält Maßen.“

Ein zu milder Januar ist ein schlechtes Zeichen für den Sommer.

Wächst das Gras im Januar, ist's im Sommer in Gefahr.

„Im Januar schon Grün auf der Wiese – wächst das Gras im Januar, ist's im Sommer in Gefahr.“

Nach den Eisheiligen darf gepflanzt werden.

Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz.

„Ich warte bis Mitte Mai: Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz.“

Ein trockener März verspricht eine gute Getreideernte.

Lässt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann.

„Kaum Regen im März – lässt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann.“

Ab dem 14. April sind Kuckuck und Nachtigall zurück.

Tiburtius kommt mit Sang und Schall, er bringt den Kuckuck und die Nachtigall.

„Der Kuckuck ist wieder da: Tiburtius kommt mit Sang und Schall, er bringt den Kuckuck und die Nachtigall.“

Was du als Nächstes lernst

Weiter mit den Sommerregeln – dort geht es um Ernte statt um Aussaat.

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