Viele Köche verderben den Brei.

Zu viele Beteiligte verderben das Ergebnis.

Was es bedeutet

Wenn zu viele Menschen gleichzeitig an einer Sache mitarbeiten und mitreden, leidet das Ergebnis. Der Satz plädiert für klare Zuständigkeiten statt für ein Übermaß an Beteiligten — mehr Hände sind nicht immer besser.

Woher es kommt

Das Sprichwort ist in mehreren europäischen Sprachen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Das Bild aus der Küche ist unmittelbar einleuchtend: Wenn zu viele am selben Topf rühren und würzen, wird das Gericht ungenießbar.

Beispielsätze

  • „Fünf Leute redigieren denselben Text — viele Köche verderben den Brei.“
  • „Lass eine Person entscheiden, sonst verderben viele Köche den Brei.“
  • „Am Ende hat jeder etwas anderes gewollt: Viele Köche verderben den Brei.“

Wann es passt — und wann nicht

Nützlich, um für klare Verantwortung zu argumentieren. Als Kritik an konkreten Beteiligten kann der Satz kränken — besser auf die Struktur beziehen.

Ähnliche Wendungen

  • Zu viele Häuptlinge, zu wenige Indianer.
  • Doppelt hält nicht immer besser.

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