Blut ist dicker als Wasser.
Familie hält am Ende doch zusammen.
Was es bedeutet
In der Not hält die Familie am Ende doch zusammen, stärker als Freundschaften oder Zweckbündnisse. Der Satz wird meist zustimmend gebraucht, um familiäre Loyalität zu erklären, gelegentlich auch resigniert, wenn Verwandte einander gegen Außenstehende bevorzugen.
Woher es kommt
Das Bild ist im deutschen Sprachraum seit dem Mittelalter belegt und stellt die „Blutsverwandtschaft“ dem bloßen Wasser gegenüber. Es meint: Familienbande wiegen schwerer als andere Beziehungen. Interessanterweise gibt es eine ältere, gegenteilige Deutung der ursprünglichen Wendung, doch im heutigen Gebrauch hat sich eindeutig die familienbetonende Bedeutung durchgesetzt.
Beispielsätze
- „Beim Umzug standen alle Geschwister da, obwohl sie sich sonst selten sehen — Blut ist dicker als Wasser.“
- „Im Streit hat sie sich am Ende hinter ihren Bruder gestellt: Blut ist dicker als Wasser.“
- „Er hilft dem Cousin aus, den er kaum kennt. Blut ist dicker als Wasser.“
Wann es passt — und wann nicht
Gut, um familiären Zusammenhalt zu beschreiben. Als Vorwurf der Vetternwirtschaft klingt der Satz negativ — der Kontext entscheidet über den Ton.
Ähnliche Wendungen
- Familie ist Familie.
- Man lässt die Seinen nicht im Stich.
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