Wer rastet, der rostet.
Wer sich nicht weiterentwickelt, verliert seine Fähigkeiten.
Was es bedeutet
Wer sich nicht mehr bewegt, fordert und weiterentwickelt, verliert mit der Zeit seine Fähigkeiten — körperlich wie geistig. Der Satz ermutigt dazu, aktiv und in Übung zu bleiben, und wird oft im Zusammenhang mit Alter, Lernen oder Fitness gebraucht.
Woher es kommt
Der Reim wird gern Goethe zugeschrieben, ist aber älter und als Sprichwort schon vor ihm belegt; Goethe hat den Gedanken lediglich aufgegriffen. Das Bild vom Rost, der unbenutztes Eisen befällt, macht die Warnung vor Untätigkeit unmittelbar anschaulich.
Beispielsätze
- „Sie hält sich mit Kreuzworträtseln geistig fit – wer rastet, der rostet.“
- „Er geht jeden Morgen schwimmen: Wer rastet, der rostet.“
- „Nach der Rente sofort ein Ehrenamt angenommen. Wer rastet, der rostet.“
Wann es passt — und wann nicht
Als Selbstmotivation oder allgemeine Lebensweisheit unproblematisch. Als Anstoß an eine Person, die gerade eine Pause braucht, unpassend.
Ähnliche Wendungen
- Übung erhält die Kunst.
- Wer nicht vorwärtsgeht, geht rückwärts.
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