Jeder ist seines Glückes Schmied.
Jeder hat es selbst in der Hand, was aus ihm wird.
Was es bedeutet
Jeder gestaltet sein Leben durch die eigenen Entscheidungen — Glück ist demnach weniger Zufall als Ergebnis. Das Bild des Schmieds ist dabei entscheidend: Es geht um Arbeit an einem widerspenstigen Material, nicht um bloßes Wünschen.
Woher es kommt
Die Wendung geht auf den römischen Zensor Appius Claudius Caecus zurück, dem der Satz „faber est suae quisque fortunae“ zugeschrieben wird. Über die humanistische Bildungstradition kam er ins Deutsche und wurde dort zu einem der meistzitierten Sprichwörter über Eigenverantwortung.
Beispielsätze
- „Statt auf die Beförderung zu warten, hat er selbst gekündigt und Neues gesucht: Jeder ist seines Glückes Schmied.“
- „Sie hat sich zwanzigmal beworben, bis es klappte: Jeder ist seines Glückes Schmied.“
- „Er wartet auf die Gelegenheit, statt sie zu schaffen. Jeder ist seines Glückes Schmied.“
Wann es passt — und wann nicht
Gegenüber jemandem in einer echten Notlage wirkt der Satz zynisch, weil er Umstände ausblendet, die niemand wählt. Als Selbstaufforderung ist er dagegen unproblematisch.
Ähnliche Wendungen
- Wer will, der kann.
- Von nichts kommt nichts.
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