Steter Tropfen höhlt den Stein.

Beharrlichkeit schafft auch das scheinbar Unmögliche.

Was es bedeutet

Beharrlichkeit erreicht auch das, was auf einmal unmöglich scheint. Der Satz betont ausdrücklich die Regelmäßigkeit, nicht die Kraft — der einzelne Tropfen ist bedeutungslos, die Wiederholung ist alles.

Woher es kommt

Der Ursprung liegt beim griechischen Dichter Choirilos von Samos und wurde von Ovid als „gutta cavat lapidem“ weitergegeben. Das Bild ist physikalisch korrekt und genau deshalb so überzeugend: Wasser trägt Stein tatsächlich ab, nur eben über Zeiträume, die niemand beobachten kann.

Beispielsätze

  • „Jeden Abend fünf Seiten, und nach einem Jahr war das Buch durch: Steter Tropfen höhlt den Stein.“
  • „Sie hat drei Jahre lang jede Woche nachgefragt, bis die Stelle geschaffen wurde: Steter Tropfen höhlt den Stein.“
  • „Gib nicht auf, nur weil du keinen Fortschritt siehst. Steter Tropfen höhlt den Stein.“

Wann es passt — und wann nicht

Der Satz tröstet, ohne kleinzureden, und ist deshalb einer der wenigen, die man auch in einer ernsten Lage sagen kann.

Ähnliche Wendungen

  • Viele Wenig machen ein Viel.
  • Gut Ding will Weile haben.

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